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5 ungewöhnliche Dinge, die es im Iran zu entdecken gilt

Von Anne & Clemens - Travellers Archive, am

Wer an den Iran denkt, der hat grosse Moscheen im Kopf, verwinkelte Basargassen und vielleicht auch dichten Verkehr in der Millionenmetropole Teheran. Doch das Land, das momentan zu einem der spannendsten Reisedestinationen im Nahen Osten gehört, hat auch eine Menge versteckte Attraktionen und Aktivitäten zu bieten. Hier teilen Anne und Clemens vom Reisemagazin Travellers Archive ihre handverlesenen Tipps und authentischen Geschichten aus dem Iran mit Evaneos.
Frauen in AbyanehFrauen in AbyanehFrauen in AbyanehFrauen in Abyaneh

Kandovan: Durch ein echtes Höhlendorf spazieren

Im Nordwesten des Iran und sehr nah an der Grenze zur Türkei liegt die Stadt Tabriz. Hier gibt es zwar nicht so viele Sehenswürdigkeiten, wie in den anderen Grossstädten des Landes, so wie Isfahan, Shiraz oder Teheran, dennoch lockt Tabriz mit vielen anderen Highlights. Neben dem weltweit grössten überdachten Basar, der ganze sieben Quadratkilometer misst und sogar zum UNESCO Weltkulturebe gehört, ist Tabriz auch das Zentrum der Azeris  - einer türkischsprachigen Volksgruppe aus Aserbaidschan.

Höhlendorf in KandovanHöhlendorf in KandovanHöhlendorf in KandovanHöhlendorf in Kandovan

Das grösste Highlight von Tabriz wartet aber etwa 1,5 Stunden von der Stadt entfernt: das Höhlendorf Kandovan. Wer bei Höhlendörfern nur an Kappadokien in der Türkei denkt, der hat Kandovan noch nicht gesehen. Wie aus dem Nichts erscheint das Dorf plötzlich am Horizont und wirkt dabei so surreal, dass man kaum glauben mag, dass hier wirklich noch Menschen leben – aber das tun sie. Das Felsendorf hat bis heute etwa 1000 Einwohner, die ihren Alltag in den hinkelsteinartigen Häusern organisieren und hier hauptsächlich von der Landwirtschaft  leben. Als Besucher kann man das Höhlendorf individuell besuchen und durch das Dorf spazieren. Mittlerweile haben die Bewohner auch eine Chance im Tourismus erkannt und bieten in kleinen Läden, die ebenfalls in die Tuff-Höhlen gebaut wurden, handgemachte Produkte an.

Wüste im IranWüste im IranWüste im IranWüste im Iran

Isfahan: Eine Nacht in der Wüste verbringen

Endloser Sternenhimmel, Dünen so weit man schauen kann und eine Ruhe, die es eben nur hier gibt: Eine Nacht in der Wüste ist einmalig und etwas so Besonderes, dass man es kaum mit einer anderen Aktivität vergleichen kann.

Von Isfahan aus kann man perfekt für eine Nacht in die Khara Wüste bzw. Varzaneh Wüste fahren und dort hinter den hohen Sanddünen das eigene Zelt aufschlagen. Hier ist man wirklich ganz allein und bekommt nachts höchstens von hungrigen Wüstenfüchsen Besuch.

Dünen in der Wüste im IranDünen in der Wüste im IranDünen in der Wüste im IranDünen in der Wüste im Iran
Ausblick auf die Wüste im IranAusblick auf die Wüste im IranAusblick auf die Wüste im IranAusblick auf die Wüste im Iran

Shiraz: Spiegelbilder am pinken See beobachten

Nur 27 Kilometer von Shiraz entfernt wartet ein kleines Naturwunder darauf, entdeckt zu werden: der Maharloo-Salzsee. Der 600 Quadratkilometer grosse See ist auch als Pink Lake bekannt.

Aber warum ist der See pink? Ganz einfach: Der See hat eine hohe Konzentration an Kalium und anderen Salzen, die den eigentlich weissen Boden des Sees komplett pink färben und damit den gesamten See pink wirken lassen.

Als Besucher kann man hier gut am Ufer lang spazieren und vor allem bei Sonnenuntergang das Farbspiel geniessen.

Frau geniesst den Ausblick auf den Pinken See in ShirazFrau geniesst den Ausblick auf den Pinken See in ShirazFrau geniesst den Ausblick auf den Pinken See in ShirazFrau geniesst den Ausblick auf den Pinken See in Shiraz
Pinker See in ShirazPinker See in ShirazPinker See in ShirazPinker See in Shiraz

Teheran: Geschichte zum Anfassen in der ehemaligen US-Botschaft

Knapp 30 Jahre nach der Besetzung von iranischen Machthabern kann man jetzt endlich die ehemalige US-Botschaft besichtigen. Mittlerweile befindet sich ein ansprechendes Museum in dem Gebäude, das die damalige Besatzung zum Anfassen genau beschreibt. Neben unzähligen Originaldokumenten kann man echte Propagandamotive bestaunen und die Feindschaft zwischen den USA und dem Iran an jeder Ecke spüren.

Ehemalige US-Botschaft in TeheranEhemalige US-Botschaft in TeheranEhemalige US-Botschaft in TeheranEhemalige US-Botschaft in Teheran

Abyaneh: Knallrote Schönheit mitten in den Bergen

Mitten im Karkas-Gebirge versteckt sich ein echtes Juwel: das rote Dorf Abyaneh. Es gehört zu den ältesten Dörfern des Landes und ist nicht nur für die Farbe seiner Häuser bekannt, sondern vor allem auch für eine ganz besondere Kultur, die es eben nur hier gibt. Dazu gehört die Kleidung der Damen und Herren, die sich von der Kleidung der Menschen im Rest des Landes abhebt. Hier tragen die Frauen bunte Umhänge und die Herren weite Pumphosen. Die für den Iran sonst so typischen schwarzen Umhänge, Tschadors, die die Frauen tragen, sieht man hier kaum.

Gasse in AbyanehGasse in AbyanehGasse in AbyanehGasse in Abyaneh
Tür in AbyanehTür in AbyanehTür in AbyanehTür in Abyaneh

Ein Spaziergang durch Abyaneh führt durch die engen Gassen des Dorfes, in denen sich die traditionell aus einem Fachwerkgefüge von Bauholz und Lehmziegel gebauten Häuser befinden und vorbei an den ganz besonders verzierten Türen

Ausblick auf AbyanehAusblick auf AbyanehAusblick auf AbyanehAusblick auf Abyaneh

Bloss nicht verpassen: Wer bei den Türen genauer hinschaut, wird meist zwei Türklopfer erkennen. Der Hintergrund ist ganz einfach: Ein Türklopfer wurde in der Vergangenheit hauptsächlich von den Herren genutzt, der andere von den Damen. Der Grund? So konnte sich die Frau perfekt auf den Besuch vorbereiten und noch schnell das Kopftuch aufsetzen oder Ihre Kleidung anpassen.