Kanada hat einige der größten Gewässer der Welt: Entdecken Sie die zugehörigen Strände in Kanada. Diese prägen die Landschaft genauso wie die endlosen Wälder, schneebedeckten Gipfel und weiten Täler. Nicht ohne Grund lautet Kanadas Wahlspruch „A Mari Usque Ad Mare” – von Meer zu Meer. Dazwischen liegen Tausende Seen, fast wie Binnenmeere. Das ergibt Küsten und Ufer über Tausende Kilometer.
Vom feinen Sand am Pazifik über die Dünen des Atlantiks bis zu den Ufern der Großen Seen: Hier kommt unsere Auswahl der 12 schönsten Strände Kanadas.

Das Wichtigste im Überblick: Die Strände Kanadas
Ob an den Surfstränden am Pazifik, an den Dünen der Großen Seen oder an den roten Klippen von Prince Edward Island: Kanadas Küsten und Ufer sind so vielfältig wie das Land selbst:
- Long Beach und Chesterman Beach auf Vancouver Island, Wasaga Beach in Ontario und Cavendish Beach auf Prince Edward Island zählen zu den schönsten Stränden Kanadas.
- Wasaga Beach am Huronsee gilt als längster Süßwasserstrand der Welt. Parlee Beach in New Brunswick bietet die wärmsten Gewässer des Landes.
- Im Sommer eignen sich die Strände am Atlantik und an den Großen Seen am besten zum Baden, denn dort ist das Wasser wärmer als im Pazifik.
Die 12 schönsten Strände Kanadas: Eine Rundreise von Westen nach Osten
- Long Beach in British Columbia
- Chesterman Beach auf Vancouver Island, British Columbia
- Bennett Beach in British Columbia
- Grand Beach in Manitoba
- Wasaga Beach in Ontario
- Grand Bend Beach in Ontario
- Strand La Grande Échouerie auf den Magdalenen-Inseln, Québec
- Strand Cap-Bon-Ami in der Gaspésie, Québec
- Singing Sands Beach auf Prince Edward Island
- Cavendish Beach auf Prince Edward Island
- Parlee Beach in New Brunswick
- Shallow Bay auf Neufundland
1. Long Beach in British Columbia: ein Traumziel für Surf-Fans
Mit rund 16 Kilometern trägt Long Beach seinen Namen zu Recht. Der weitläufige Sandstrand liegt im Pacific-Rim-Nationalparkreservat an der Westküste von Vancouver Island. Treibholz liegt verstreut im Sand, die Gezeiten geben den Rhythmus vor, und die Wellen spielen die Hauptrolle: mal sanft, mal kraftvoll und wild. Kein Wunder, dass Long Beach zu den beliebtesten Surfspots Westkanadas zählt – im Sommer wie im Winter. Sie surfen nicht? Dann spazieren Sie an der Küste entlang und genießen Sie einen der schönsten Sonnenuntergänge der Insel.
©
2. Chesterman Beach in British Columbia: die besondere Stimmung des Pazifiks
Nur wenige Minuten von Tofino entfernt liegt Chesterman Beach etwas abseits und ruhiger als Long Beach, hat jedoch dieselbe eindrucksvolle Pazifikstimmung. Bei Ebbe verwandelt sich der Strand in einen riesigen Wasserspiegel mit glatt geschliffenen Felsen und kleinen Inseln, die Sie zu Fuß erreichen. Am Horizont ragen bewaldete Berge auf. Im Sommer können Sie hier auch baden – wenn Sie keine Angst vor Kälte haben. Oder Sie spazieren barfuß über die Sandbank zwischen North und South Chesterman. Im Winter fegen hier einige spektakuläre Stürme vorbei.
©
3. Bennett Beach in British Columbia: Sand am Fuß der Berge
Dieser Anblick kommt unerwartet, erscheint fast wie eine Fata Morgana: ein Sandstrand vor der Kulisse schneebedeckter Gipfel. Bennett Beach liegt am gleichnamigen See im Norden British Columbias, direkt an der Grenze zum Yukon. Statt türkisfarbenen Wassers erwartet Sie eine Kulisse aus Bergen und borealen Wäldern. Hier endet der Chilkoot Trail, berühmt durch den Klondike-Goldrausch. An diesem Strand bauten die Goldsucher einst Boote, um den Yukon River hinabzufahren. Heute tauchen Reisende die Füße ins kühle Wasser und genießen eine atemberaubende Landschaft.
©
4. Grand Beach in Manitoba: der unerwartete Strand
Man könnte meinen, man sei an der Atlantikküste. Und doch befindet man sich mitten in den kanadischen Prärien, in Manitoba. Am Ufer des Winnipegsees erstreckt sich der Grand Beach Provincial Park mit kilometerlangem weißem Sand und sanft geschwungenen Dünen, die bis zu zwölf Meter hoch werden. Diese sonnige Landschaft begeistert die Menschen in Kanada schon seit den 1920er-Jahren. Damals gab es am Strand ein Karussell und einen Tanzsaal. Heute kommt man vor allem hierher, um im Winnipegsee zu baden, Zugvögel zu beobachten oder Wassersport zu treiben – etwa Strandsegeln oder Kajakfahren.
©
5. Wasaga Beach in Ontario: Meer-Feeling vor den Toren Torontos
Wasaga Beach gilt als längster Süßwasserstrand der Welt. Er erstreckt sich über mehr als 14 Kilometer entlang des Huronsees, eines der Großen Seen Kanadas. Mit feinem Sand und kleinen Wellen fällt es schwer zu glauben, dass man nicht am Meer steht. Im Sommer, wenn viele Menschen aus Toronto hier ihre Handtücher ausbreiten, wird Wasaga Beach lebendig. Im Frühling und Herbst ist die Stimmung deutlich ruhiger. Dann lädt der Strand zu entspannten Spaziergängen ein – mit den Füßen im Sand oder entlang des Radwegs.
©
6. Grand Bend Beach in Ontario: Sommer und türkisfarbenes Wasser im Rhythmus der Großen Seen
Weiter geht es an das Südufer des Huronsees in Ontario. Grand Bend Beach gehört zu den schönsten Orten, um einen unvergesslichen Sonnenuntergang zu erleben: Das türkisfarbene Wasser trifft auf rote und rosafarbene Töne am Himmel. Genießen Sie das Schauspiel vom Strand aus oder bei einem Spaziergang über die Mole bis zum Leuchtturm von Grand Bend. Im Sommer herrscht hier lebhafte Stimmung: Open-Air-Konzerte, Feuerwerke und Volleyballturniere bringen den Strand zum Vibrieren. Wer es ruhiger mag, geht auf die Südseite, jenseits der Mündung des Parkhill Creek.
©
7. Der Strand La Grande Échouerie auf den Magdalenen-Inseln in Québec: der Atem des Atlantiks
Windgeprägte Küste, Atlantikwellen, Dünen mit Weißfichten und rote Sandsteinklippen: La Grande Échouerie verkörpert die ganze Poesie der Magdalenen-Inseln. Der Strand zieht sich an der Südküste des Nationalen Wildschutzgebiets Pointe-de-l’Est entlang, wo Sie Seevögel und Kegelrobben beobachten. Entdecken Sie ihn bei einem Spaziergang auf den Holzstegen des Sentier de l’Échouerie durch Dünen und Marschland. Oder laufen Sie barfuß durch den feinen Sand, vielleicht sogar durchs Wasser. Doch Vorsicht: Die Strömungen hier können stark sein. Davon zeugen die zahlreichen Schiffe, die vor dem Strand auf Grund liefen.
©
8. Der Strand Cap-Bon-Ami in der Gaspésie, Québec: die Klippen des Atlantiks
Mit steil ins Meer abfallenden Kalksteinklippen und kleinen Kiesbuchten erinnert der Strand Cap-Bon-Ami fast an die kalifornische Küste. Und doch befinden Sie sich in Québec, genauer gesagt in der Gaspésie, mitten im Forillon-Nationalpark. Um die Schönheit dieses Ortes wirklich zu erfassen, steigen Sie hinauf zum Aussichtspunkt Cap-Bon-Ami. Die Wanderung ist etwa vier Kilometer lang und hat einige Höhenmeter. Am Ende erwartet Sie jedoch eine spektakuläre Aussicht. Und wer weiß? Vielleicht gehören eine Robbe oder einige Seevögel sogar zum Empfangskomitee.
©
9. Singing Sands Beach auf Prince Edward Island: das Flüstern des Sandes
Auf Prince Edward Island wartet ein bis heute nicht vollständig erklärtes Phänomen: Der Sand von Singing Sands Beach gibt beim Laufen ein erstaunliches Geräusch von sich. Manche sagen, er singt, andere finden, er flüstert. Der Strand liegt im Basin Head Provincial Park und ist ideal für Familien: Das Wasser ist flach und im Sommer vergleichsweise warm. Fahren Sie danach weiter zum Leuchtturm von East Point. Er stammt aus dem Jahr der kanadischen Konföderation, 1867, und bietet einen außergewöhnlichen Blick auf den Atlantik und den Sankt-Lorenz-Golf.
©
10. Cavendish Beach auf Prince Edward Island: rote Klippen und goldene Dünen
Cavendish Beach ist einer der bekanntesten Strände im Osten Kanadas. Rote Sandsteinklippen, goldene Dünen und feiner Sand prägen diese typische Landschaft von Prince Edward Island, deren Farben sich mit dem Licht ständig verändern. Im Sommer lädt der Strand zum Baden, Surfen und Spazierengehen ein. Außerhalb der Saison wird er zu einem Ort der Ruhe, an dem Sie Wind und Weite genießen. Programme vor Ort vermitteln Wissen über Tierwelt, Geologie und Archäologie. Geschichtsinteressierte folgen den Spuren der Marco Polo, eines berühmten Segelschiffs, das 1883 vor der Küste auf Grund lief.
©
11. Parlee Beach in New Brunswick: die wärmsten Gewässer Kanadas
New Brunswick ist bekannt für seine Badestrände. Einer der berühmtesten ist Parlee Beach an der Northumberlandstraße. Der flach abfallende Strand eignet sich ideal für einen Familientag mit Baden und Sandburgenbauen. Da er in einem Provincial Park liegt, finden Sie hier alle wichtigen Einrichtungen. Auf dem Weg lohnt sich ein Stopp beim riesigen Hummer von Shediac: Das rund elf Meter lange und fünf Meter hohe Denkmal ehrt die Spezialität der Region. Probieren Sie Hummer am besten als Lobster Roll – ideal für ein Picknick am Strand.
©
12. Shallow Bay auf Neufundland: die zeitlose Bucht
An der Westküste Neufundlands hat die Zeit einen Strand geformt, der beinahe ewig wirkt. Auf der einen Seite erstreckt sich der Sankt-Lorenz-Golf bis zum Horizont, auf der anderen halten die Tafelberge des Gros-Morne-Nationalparks, UNESCO-Welterbe, Wache. Dazwischen liegen die grünen Dünen von Shallow Bay. Im Sommer laden sie zu Spaziergängen barfuß im Sand ein, im Winter zu Schneeschuhtouren. In der warmen Jahreszeit beobachten Sie hier Seevögel, besonders bei Sonnenauf- und -untergang. Mit etwas Glück entdecken Sie am Horizont sogar den Blas eines Wals.
©
Einen individuellen Strandurlaub in Kanada planen - ganz nach Ihren Wünschen
Die Strände Kanadas überzeugen bei jeder Reise: windgepeitschte Ufer, steile Klippen, weite Sanddünen und singenden Sand. Bitten Sie Ihre lokale Agentur, einen, zwei oder sogar mehrere davon in Ihre Route einzuplanen. Für ein Bad, einen Surfkurs, eine Wanderung zu den Seevögeln oder einfach für einen Sonnenuntergang.
FAQ: Alles Wissenswerte über die Strände Kanadas
An welchen Meeren liegt Kanada?
Kanada grenzt an drei Ozeane: den Pazifik im Westen, den Atlantik im Osten und das Nordpolarmeer im Norden.
An der Westküste in British Columbia trifft der Pazifik auf dichte Wälder, etwa im Pacific Rim National Park. Im Osten prägen raue Winde des Atlantiks Provinzen wie Neufundland oder New Brunswick. Im Norden grenzt das Nordpolarmeer an weitgehend unbewohnte Regionen. Für Reisen zwischen diesen Küsten sollten Sie wegen der enormen Distanzen mehrere Wochen einplanen.
Kann man in Kanada einen Strandurlaub machen?
Ein klassischer Strandurlaub ist in Kanada zwar selten, doch das Land bietet außergewöhnliche Küstenerlebnisse: Der Little Manitou Lake begeistert durch hohen Salzgehalt als Totes Meer Kanadas. Am Havre-Aubert Beach lockt der weltgrößte Sandburgenwettbewerb mit feinem Sandstrand, während Wandernde am Spirit Rock Trail eine atemberaubende Aussicht auf türkisblaues Wasser genießen.
Wie viele Strände gibt es in Kanada?
Eine genaue Zahl lässt sich kaum nennen, denn Kanadas Küstenlinie ist riesig. Mit mehr als 240.000 Kilometern Küste und Tausenden Seen gibt es in Kanada Zehntausende Strände. Manche sind lange Streifen aus feinem Sand, andere kleine Buchten zwischen hohen Klippen.
Einige treffen auf die wilden Wellen des Pazifiks oder die Winde des Atlantiks. Andere säumen Seen und Binnenmeere. Doch alle Strände Kanadas haben etwas Einzigartiges.
Wo sind die schönsten Strände in Kanada?
Die schönsten Strände Kanadas verteilen sich über das gesamte Land: An der Pazifikküste begeistern Long Beach und Chesterman Beach mit rauer Natur, während Bennett Beach im Yukon majestätische Bergkulissen bietet. An den Großen Seen Ontarios erwarten Besucher und Besucherinnen weite Sandstreifen wie am Wasaga Beach. Im Osten locken Prince Edward Island und New Brunswick mit feinem Sand sowie vergleichsweise milden Wassertemperaturen für unvergessliche Erlebnisse.

























































