Die Seen Kanadas prägen die Landschaft: Von den türkisfarbenen Spiegeln der Rocky Mountains bis zu den riesigen Süßwasserflächen Ontarios. Wasser ist hier überall. Es schlängelt sich durch boreale Wälder, spiegelt schneebedeckte Berggipfel und reicht manchmal bis zum Horizont, fast wie ein Binnenmeer.
Eine Reise nach Kanada führt mitten hinein in das Land der Seen. Wer ihnen folgt, lernt das Land auf besondere Weise zu verstehen. Vom legendären Lake Louise bis zu den Großen Seen Nordamerikas: Hier kommt unsere Auswahl von 15 sehenswerten Seen, die Sie in Kanada nicht verpassen sollten.

Auf einen Blick: Die schönsten Seen Kanadas
Ob an den türkisfarbenen Gletscherseen der Rocky Mountains, an den stillen Gewässern Québecs, an den Großen Seen Ontarios oder an den rauen Seen des hohen Nordens: Kanadas Seen zeigen das Land von seiner wildesten Seite:
- Lake Louise, Moraine Lake, Maligne Lake, Peyto Lake und Emerald Lake in den Rocky Mountains zählen zu den schönsten Seen Kanadas.
- Mit mehr als zwei Millionen Seen besitzt Kanada rund 60 % aller Seen der Erde. Der Obere See ist der flächenmäßig größte Süßwassersee der Welt.
- Im Sommer eignen sich die Seen ideal zum Kanufahren und Wandern. Im Winter werden viele von ihnen zur Kulisse für Eislaufen, Schneeschuhtouren und Langlauf.
15 Reiseziele: Welche sind die schönsten Seen Kanadas?
- Lake Louise im Banff-Nationalpark in Alberta
- Lake Agnes im Banff-Nationalpark in Alberta
- Moraine Lake im Banff-Nationalpark in Alberta
- Peyto Lake im Banff-Nationalpark in Alberta
- Maligne Lake im Jasper-Nationalpark in Alberta
- Bow Lake am Icefields Parkway in Alberta
- Emerald Lake im Yoho-Nationalpark in British Columbia
- Lake O'Hara im Yoho-Nationalpark in British Columbia
- Lac Saint-Jean in Québec
- Lac Wapizagonke im La-Mauricie-Nationalpark in Québec
- Ontariosee in Ontario
- Oberer See in Ontario
- Großer Sklavensee in den Nordwest-Territorien
- Großer Bärensee in den Nordwest-Territorien
- Kluane-See im Kluane-Nationalpark und -Reservat im Yukon
Unsere Auswahl der 15 schönsten Seen in Kanada
1. Die Ikone: Lake Louise in Alberta
Er ist wohl der berühmteste See Kanadas. Im Banff-Nationalpark, mitten in den Rocky Mountains, spiegeln sich Berge und Tannen im milchig-türkisfarbenen Wasser des Lake Louise. Das elegante Fairmont Château Lake Louise vollendet das Bild. Im Sommer gleiten Sie mit dem Kanu über den ruhigen See oder folgen einem der vielen Wanderwege, etwa zum Fairview Lookout. Von dort blicken Sie auf den See, das Château und die Gipfel. Im Winter friert der Lake Louise zu und verwandelt sich in eine riesige natürliche Eisbahn.
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2. Der Geheimtipp: Lake Agnes in Alberta
Vom Ufer des Lake Louise in Alberta führt ein rund 3,5 Kilometer langer Wanderweg durch Kiefern- und Fichtenwald hinauf zum Lake Agnes. Schritt für Schritt lassen Sie den Trubel rund um das Fairmont Château hinter sich. Am Ende wartet ein dunkler, stiller Bergsee zwischen steilen Gipfeln. Der Lake Agnes überzeugt durch seine Schlichtheit: Setzen Sie sich ans Wasser und genießen Sie die Ruhe der Berge. Hungrig geworden? Das Lake Agnes Tea House, eines der höchstgelegenen Teehäuser Kanadas, serviert frische Sandwiches und hausgemachte Suppe.
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3. Das Postkartenmotiv: Moraine Lake in Alberta
Nur wenige Kilometer vom Lake Louise entfernt liegt der Moraine Lake im Tal der Zehn Gipfel. Sein intensives Blau verdankt er dem Gesteinsmehl, das Schmelzwasser von den umliegenden Gletschern mitbringt. Im Lauf des Tages wechselt die Farbe von leuchtendem Türkis bis zu dunklem Blau. Die Straße zum See ist nur von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet und für Privatautos gesperrt: Parken Sie in Lake Louise und nehmen Sie den Shuttlebus. Wenige Stufen führen hinauf zum Rockpile, einem der schönsten Aussichtspunkte Kanadas.
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4. Der legendäre Blick: Maligne Lake in Alberta
Der Maligne Lake im Jasper-Nationalpark ist der größte See der kanadischen Rocky Mountains. Berühmt ist er vor allem für Spirit Island, einen der meistfotografierten Orte der Welt. Die kleine, mit Nadelbäumen bewachsene Insel liegt mitten im See, umgeben von schneebedeckten Gipfeln, und strahlt eine fast magische Ruhe aus. Zu Spirit Island gelangen Sie per Ausflugsboot. Noch schöner ist eine Kanutour: Paddeln Sie über das ruhige Wasser und halten Sie an, wann immer Ihnen danach ist – für ein Picknick oder einfach für die Aussicht.
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5. Die frische Bergpause: Bow Lake in Alberta
Der Bow Lake lädt zu einer Pause auf dem legendären Icefields Parkway ein. Die rund 230 Kilometer lange Panoramastraße verbindet Lake Louise mit Jasper. Etwa 35 Kilometer nach Lake Louise lohnt sich ein Stopp: Am Ende des Talkessels zieht sich der Bow-Gletscher bis hinunter zum silbrig schimmernden Wasser. Anders als seine enger eingeschnittenen Nachbarn vermittelt der Bow Lake ein großes Gefühl von Freiheit. Spazieren Sie am Ufer entlang, atmen Sie tief durch und fahren Sie dann weiter – bis zum nächsten Gletschersee.
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6. Der Legendäre: Peyto Lake in Alberta
Der Peyto Lake ist vom Icefields Parkway aus leicht erreichbar und ein weiteres Juwel der kanadischen Rocky Mountains. Je nach Jahreszeit verändert sich der Anblick. Im Sommer bildet sein milchig-blaues Wasser einen starken Kontrast zum satten Grün der umliegenden Wälder. Im Winter liegt die ganze Landschaft unter einer dichten weißen Decke. Ein kurzer Spaziergang führt zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Peyto Lake. Von dort erkennt man seine charakteristische Form. Manche sehen darin die Silhouette eines Wolfs, eines der symbolträchtigen Tiere der lokalen Tierwelt.
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7. Das Juwel der Rocky Mountains: Emerald Lake in British Columbia
Im Yoho-Nationalpark in British Columbia liegt ein See, der seinen Namen zu Recht trägt: Das Wasser des Emerald Lake leuchtet in einem tiefen, klaren Grün. Ruhiger und weniger häufig besucht als viele seiner Nachbarn in den Rocky Mountains, schenkt er Ihnen einen stillen Moment auf einer Reise durch Westkanada. An schönen Tagen folgen Sie dem ebenen, rund fünf Kilometer langen Rundweg um den See, gehen langsamer und lauschen dem Gesang der Vögel. Im Winter wird die gefrorene Oberfläche zur Kulisse für Schneeschuhwanderungen und Langlauf.
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8. Der grüne Rückzugsort: Lake O'Hara in British Columbia
Auf über 2.000 Metern Höhe im Yoho-Nationalpark liegt der Lake O'Hara, ein Naturjuwel, das unter Schutz steht. Der Zugang ist stark begrenzt: Nur ein Shuttlebus mit Reservierung bringt Sie hinauf. In diesem Refugium aus sattem Grün und türkisfarbenem Wasser fühlen Sie sich so, als wären Sie Gast der Natur. Von Juli bis Ende September lässt sich die Umgebung bei Wanderungen erkunden – diese führen durch dichte Wälder und blühende Wiesen bis zu Aussichtspunkten über felsigen Gipfeln. Die Runde um den See wirkt fast meditativ. Nur ab und zu unterbricht ein Vogelruf die Stille
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9. Die Seele Québecs: Lac Saint-Jean in Saguenay–Lac-Saint-Jean
Mit rund 1.000 Quadratkilometern ist der Lac Saint-Jean ein echtes Binnenmeer. An seinen Ufern leben auch die Innu, eine der First Nations der Provinz. Sehenswert ist das historische Dorf Val-Jalbert, das die Menschen 1927 nach der Schließung der Papierfabrik verließen. Im Sommer werden die Ufer zu Stränden: Einheimische baden oder fahren mit dem Boot hinaus, fast wie am Meer. Im Winter friert der See zu – dann gehören Schneespaziergänge und Blaubeerkuchen am Kamin dazu, eine Spezialität der Region.
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10. Der Ruhigste: Lac Wapizagonke in Québec
Mitten im La-Mauricie-Nationalpark schlängelt sich der Lac Wapizagonke über mehrere Kilometer durch unberührte Natur, zwischen bewaldeten Hügeln und felsigen Klippen – ein echtes Postkartenmotiv. Besonders schön ist er im Herbst, wenn die Ahornbäume leuchten und sich in der blauen Wasseroberfläche spiegeln. Mieten Sie ein Kanu oder folgen Sie einem Wanderweg, etwa dem Cascades-Weg, der an Bächen entlang zum See führt. Mit etwas Glück und Geduld begegnen Sie vielleicht einem Elch oder einem Biber, zwei typischen Tieren Kanadas.
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11. Das Binnenmeer: Ontariosee in Ontario
Seine Weite erinnert fast an einen Ozean. Doch der Ontariosee ist einer der fünf Großen Seen an der Grenze zwischen Kanada und den USA. An seinen Ufern liegen Toronto und mehrere historische Städte – ein spannender Kontrast zwischen Natur und Moderne. Sind Sie in Toronto, nehmen Sie die Fähre zu den Toronto Islands. Leihen Sie dort ein Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß zum Strand von Hanlan’s Point. Bei Sonnenuntergang spiegeln sich roter Himmel und Wolkenkratzer im See – fast wie in einem Science-Fiction-Film.
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12. Der Riese: Oberer See in Ontario
Als flächenmäßig größter Süßwassersee der Welt ist der Obere See wahrlich beeindruckend. Seine oft steilen Ufer beherbergen Kiesstrände wie den Strand von Schreiber, schroffe Klippen und dichte Wälder. Der Obere See wechselt mit den Jahreszeiten seine Stimmung: ruhig und hell im Sommer, dunkel und respekteinflößend im Herbst, wenn Stürme das Wasser aufwühlen. Rund um den Oberen See liegen mehrere Provinzparks und ein Nationalpark. Ideal für alle, die gern wandern und unberührte Natur erleben möchten.
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13. Der Extremste: Großer Sklavensee in den Nordwest-Territorien
Der Große Sklavensee spiegelt den hohen Norden Kanadas wider: Hier reiht sich Extrem an Extrem. Mit 614 Metern ist er der tiefste See Nordamerikas, und rund acht Monate im Jahr bedeckt ihn Eis. An seinem Nordufer liegt Yellowknife, die Hauptstadt der Nordwest-Territorien. Im Sommer fahren lokale Fischersleute mit kleinen Booten hinaus, auf der Suche nach Forellen und Hechten. Im Winter halten weder Kälte noch Eis die besonders Leidenschaftlichen auf: In den langen Winternächten gehen sie zum Eisfischen und beobachten das Schauspiel der Polarlichter.
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14. Der Boreale: Großer Bärensee in den Nordwest-Territorien
Der Große Bärensee ist der größte See, der vollständig in Kanada liegt. Über den Great Bear River und den Mackenzie River ist er mit dem Arktischen Ozean verbunden. Er gehört zu den wildesten Orten des Landes. Umgeben von Tundra und borealen Wäldern vermittelt er ein Gefühl absoluter Abgeschiedenheit. Ganzjährig geöffnete Straßen führen nicht hierher, und Menschen begegnen Sie nur selten. Genau das macht seinen Reiz aus. Träumen Sie von einem Abenteuer am Rand der Welt? Unsere lokalen Agenturen mit Spezialisierung auf den hohen Norden Kanadas planen es mit Ihnen.
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15. Der wilde Norden: Kluane-See im Yukon
Am Rand des gleichnamigen Nationalparks verkörpert der Kluane-See die Weite des wilden Yukon. Er ist der größte See des Territoriums. Himmel, Wasser und Berge scheinen hier miteinander zu verschmelzen. Die oft windgepeitschte Oberfläche wechselt zwischen Stahlblau und Silbergrau. Hier erleben Sie das Gefühl, am Ende der Welt zu sein. Der See liegt direkt am Alaska Highway und ist dennoch wenig besucht. Auf Ausflügen teilen lokale Guides ihr Wissen über das Land und seine Tierwelt. Mit etwas Glück sehen Sie Dallschafe an den Hängen, Grizzlys am Ufer oder Weißkopfseeadler am Himmel.
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Individuelle Reise nach Kanada und zu seinen Seen planen
Kanada ist ganz klar das Land der Seen: Gletscherseen in den Rocky Mountains, stille Seen in Québec, riesige Wasserflächen an der US-Grenze oder raue Seen im hohen Norden. Manche beeindrucken durch ihre Größe, andere laden eher zum Nachdenken ein. Doch alle zeigen auf ihre Weise die enge Verbindung zwischen Kanada und seiner wilden Natur.
Sie möchten die Gletscherseen Westkanadas entdecken, mit dem Kanu über die ruhigen Seen Québecs fahren oder sich in Ontario der Weite stellen? Unsere lokalen Agenturen mit Kanada-Expertise gestalten für Sie eine maßgeschneiderte Reiseroute.
Alles Wissenswerte über die Seen Kanadas
Wie viele Seen hat Kanada?
Kanada ist das Seenland schlechthin: Schätzungen zufolge gibt es auf kanadischem Gebiet mehr als 2 Millionen Seen, also fast 60 Prozent aller Seen der Erde. Einige bestehen aus Süßwasser, etwa die Seen in Ontario. Andere sind salzhaltig, wie der Little Manitou Lake in der Provinz Saskatchewan.
Wie heißt der größte See in Kanada?
Mit einer Fläche von rund 82.103 Quadratkilometern und seiner Lage zwischen Kanada und den USA ist der Obere See der größte See Kanadas und Nordamerikas, er liegt teilweise in den USA. Außerdem ist er der flächenmäßig größte Süßwassersee der Welt.
Was sind die schönsten Seen in Kanada?
Kanadas Vielzahl von Seen fasziniert durch einmalige Kontraste. Berühmt sind beispielsweise der Lake Louise oder der Emerald Lake mit ihrer smaragdgrünen Farbe, die durch feinen Gletscherschliff entsteht. Andere Gewässer wie der Moraine Lake im Tal der Zehn Gipfel bestechen durch ihre Stille und mächtige umliegende Berge. Über den Trans-Canada Highway bequem erreichbar, bieten die Seen das ganze Jahr über spektakuläre Natur: im Sommer ideal zum Paddeln, im Winter eine Kulisse für Schneeschuhtouren und Fotos.
Welcher See liegt zwischen den USA und Kanada?
Die Großen Seen bilden eine natürliche Grenze zwischen den USA und Kanada. Vier von ihnen überschreiten diese Grenze sogar: der Obere See, der Huronsee, der Eriesee und der Ontariosee. In Wirklichkeit gibt es in dieser Region Nordamerikas noch Dutzende weitere Süßwasserflächen. Neben ihren riesigen Nachbarn bleiben sie jedoch eher unbemerkt.

























































