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Polarlichter im Island

Polarlichter in Island zu sehen, zählt mit zu den Highlights einer Islandreise. Dieses faszinierende Naturphänomen verwandelt die Polarnächte in ein unvergessliches himmlisches Schauspiel. Unter grünlichen und rötlichen Schimmern wird einem die unendliche Stille bewusst und die Zeit scheint stillzustehen. An den vereisten Ufern der Jökulsárlón-Lagune, am Fuß des Kirkjufell oder im Nationalpark Þingvellir tauchen die Farben der Polarlichter die Eisflächen und Fjorde in ein magisches Licht.

Wann sieht man die Polarlichter in Island am besten? Wo kann man sie beobachten? In diesem Artikel und von unseren lokalen Expertinnen und Experten erhalten Sie die besten Tipps, wie dieses Reiseerlebnis unvergesslich wird.

Polarlichter in Island: Die wichtigsten Infos im Überblick

Polarlichter gehören zu Island, wie die Islandpferde.

  • Polarlichter entstehen durch Sonnenwinde in der Erdatmosphäre und leuchten meist grün, rosa oder violett.
  • Die beste Zeit für Sichtungen ist von Oktober bis März dank langer Nächte und geringer Lichtverschmutzung.
  • Island liegt ideal im sogenannten Auroraring nördlich des 60. Breitengrads.
  • Top-Spots sind Thingvellir, Jökulsárlón, Seltjarnarnes und der Berg Kirkjufell.
  • Wer garantiert Polarlichter auf seiner Reise erleben möchte, sollte mit einem lokalen Guide auf Erkundungstour gehen, der das Phänomen und die sichersten Beobachtungsorte kennt.

Der Guide für Ihre Reise zu den Polarlichtern: Die 6 besten Orte zur Beobachtung

  • Die Südküste
  • Entlang des Goldenen Kreises
  • Der Kirkjufell
  • Die Westfjorde
  • Die Umgebung von Reykjavik
  • Abgelegene Orte im Norden und Osten

Wo kann man Polarlichter bei einer Reise nach Island am besten sehen?

In ganz Island, ob an gefrorenen Buchten, an schwarzen Stränden im Süden oder auf Fjordgipfeln - sobald die ersten Nordlichter erscheinen, breitet sich eine magische Stimmung aus. Die wichtigsten Orte sind:

1. Die Südküste

Zwischen Vík und Hella bietet die Südküste weite Horizonte und unglaubliches Licht. Man wandert an schwarzen Sandstränden, hört das Meeresrauschen, und nachts spiegeln sich die Lichter in den Wellen - eine fast hypnotische Atmosphäre.

Rund um den Vatnajökull-Gletscher liegt die Gletscherlagune Jökulsárlón, ein legendärer Ort, um Polarlichter auf treibenden Eisbergen zu sehen, die sich Richtung Meer bewegen.

©Ihor Malytskyi

2. Entlang des Goldenen Kreises

Im Herzen des Goldenen Kreises ist der Nationalpark Thingvellir einer der schönsten Plätze für den Blick in den Polarkreis-Himmel. Auf der Grenze zwischen der nordamerikanischen und eurasischen Kontinentalplatte wirkt die Erdspalte surreal nachts, wenn Polarlichter darüber tanzen.

Um die heißen Quellen des Geysirs oder die tosende Gullfoss-Wasserfälle steigt Nebel empor. Mit kaltem Wind im Gesicht beobachtet man das grüne Licht, das sich am Himmel ausbreitet.

©Kym Ellis

3. Der Kirkjufell

Der Kirkjufell, im Norden der Halbinsel Snæfellsnes, gilt als eines der berühmtesten Fotomotive Islands für Polarlichter.

Seine charakteristische konische Form bietet atemberaubende Kulissen. Wenn grüne Lichter seinen Gipfel umspielen, wirkt die Szenerie fast mystisch. Kein Wunder, dass dieser Ort bei Fotografinnen und Fotografen so beliebt ist.

©Olivier Bergeron

4. Die Westfjorde

Abseits der Menschenmassen kann man in den Westfjorden in eine unberührte Natur eintauchen. Die Straßen schlängeln sich durch die Berge, es gibt wenige Dörfer, und die Nächte sind dunkel - frei von Lichtverschmutzung. Hier schaltet man den Motor aus und wartet. Plötzlich kann der Himmel in Sekunden brennen, Polarlichter tanzen über den Fjorden und spiegeln sich im dunklen Wasser.

©Anton Nikolov

5. Umgebung von Reykjavik

Nicht weit von der Hauptstadt Reykjavik lassen sich Polarlichter ebenfalls ausmachen. Nach einer Wanderung am Berg Esja wickelt man sich in eine Decke und genießt den Blick auf die Halbinsel Seltjarnarnes und den Leuchtturm von Grótta - beliebte Orte, um die grünen Lichter über dem Meer tanzen zu sehen.

Auch der Hügel Öskjuhlíð nahe Reykjavik ist ein idealer Platz für Polarlichter, mit Blick auf den Polarkreishimmel vor einem und den Stadtlichtern dahinter. Dennoch gilt: Je weiter man sich von Reykjavik und der Lichtverschmutzung entfernt, desto besser die Aussichten.

©Mike Swigunski

6. Abgelegene Orte im Norden und Osten

Abseits der Touristenpfade gibt es in den Hochlanden, wie der Canyon Ásbyrgi im Norden oder den abgelegenen Tälern im Osten, besonders reine und dunkle Himmel. Hier begleitet ein ortskundiger Guide, der über die Polarlichter genauestens Bescheid weiß. Man schreitet durch die Polarnacht, achtet auf Wolken, und dann plötzlich erstrahlt der Himmel in funkelnden Farben – pure Magie.

Lust auf dieses Erlebnis? Entdecken Sie bei uns maßgeschneiderte Islandreisen mit lokalen Agenturen, mit dem Ziel Polarlichter zu beobachten.

Was ist ein Polarlicht?

Polarlichter (auch Aurora borealis oder Nordlichter genannt) zählen zu den spektakulärsten Naturereignissen weltweit. Sie entstehen durch den Dialog zwischen Sonne und Erde in einer Höhe von 100 bis 150 km in der Ionosphäre.

Die 4 Schritte der Entstehung:

  • Starke Sonneneruptionen schleudern enorme Mengen geladener Teilchen in den Weltraum.
  • Diese bilden den Sonnenwind, der Millionen Kilometer zurücklegt, bis er auf das Magnetfeld der Erde trifft.
  • In den Polarregionen wie Island dringt der Sonnenwind leichter ein und trifft auf Atome und Ionen.
  • Dabei entsteht ein Lichtschauer, der sich als farbige Vorhänge in Grün, Rosa oder Violett am Himmel zeigt.

©Ludovic Charlet

Warum eignet sich Island so gut zur Beobachtung der Polarlichter?

Dank seiner Nähe zum Polarkreis, der sogenannten„Aurorazone“, ist Island ein erstklassiger Beobachtungspunkt. Die langen Winternächte bieten eine Bühne für ständig wechselnde Himmelsfarben.

Jede Erscheinung dauert nur wenige Minuten und erklärt, warum dieses Phänomen seit Jahrhunderten sowohl Wissenschaftlerinnen als auch Mystiker fasziniert. In der nordischen Mythologie galten Polarlichter als Brücke zwischen Welten: Sie spiegelten die Rüstungen der Walküren wider und führten gefallene Krieger zu Odin. Auch erzählt man, dass sie die Seelen Verstorbener zeigen - Geschichten, die lokale Guides gern bei Nacht am Polarkreis teilen.

Die besten Tipps für die Beobachtung von Polarlichtern in Island

Tipps für beste Beobachtungsbedingungen:

Die 4 wichtigsten Faktoren für die Sichtung der Nordlichter

  • Jahreszeit: Polarlichter sind ganzjährig möglich, doch von Oktober bis März bieten die langen Nächte die besten Chancen.
  • Tageszeit: Bleiben Sie wachsam nach Einbruch der Dunkelheit. Zwischen Oktober und März kann man die am Himmel tanzenden Lichter oft bis in die frühen Morgenstunden beobachten, dann ist die Aktivität am höchsten.
  • Wetter: Eine klare, dunkle Nacht, kalte Temperaturen und ein Kp-Index über 3 (der Kp-Wert misst die Stärke der Polarlichtaktivität von 1 bis 9) sind ideale Vorzeichen.
  • Dunkelheit: Vermeiden Sie die städtische Lichtverschmutzung und schalten Sie das Auto aus. Vollmondnächte erschweren die Beobachtung, da das Mondlicht die Sicht verschlechtert.

Gut vorbereitet mit der richtigen Ausrüstung

  • Warme Kleidung: Gute Ausrüstung ist Pflicht als Schutz vor der Kälte: Mütze, Handschuhe, warme Socken, Fleecejacke, Funktionsunterwäsche und wasserdichte Stiefel. Eine Polarlichtnacht ist eine echte Outdoor-Abenteuerreise.
  • Kameraausrüstung: Für unvergessliche Bilder empfiehlt sich eine Kamera mit manuellem Modus, ein stabiler Stativ, Langzeitbelichtung und Weitwinkelobjektiv.
  • Wetter-Apps nutzen: Lokale Wetter-Apps zeigen in Echtzeit Sonneneruptionen und Wolkenstand. Sie helfen, den besten Ort zu finden.
  • Mobil bleiben: Da Polarlichter schnell wechseln, hält man sein Fahrzeug startbereit, um bei klarem Himmel schnell loszufahren.
  • Geduld und Ausdauer: Manchmal verdecken Wolken die Sicht – dann heißt es den nächsten Abend abwarten. Wenn die Lichter endlich erscheinen, ist die Freude umso größer.

Tour durch Island planen: Nordlichter mit einem lokalen Guide erleben

Island im Winter auf eigene Faust zu erkunden, ist eine Herausforderung. Ein Guide vor Ort garantiert eine sichere und authentische Erfahrung an den besten Plätzen und zum richtigen Zeitpunkt.

Diese Experten und Expertinnen kennen Island und seine weiten Landschaften in- und auswendig. Sie zeigen, wie man Wolken liest, Polarlichter erkennt und erzählen nordische Sagen unter dem Sternenzelt. Mit einem Guide taucht man tiefer in Islands Kultur und Seele ein.

©Anthony Tan

Häufige Fragen zu einer Reise zu den Polarlichtern in Island

Wann kann man Polarlichter in Island sehen?

Die beste Zeit für Polarlichter liegt zwischen Oktober und März, also während der Wintermonate. Das liegt daran, dass die Nächte dann am längsten sind: Je länger es dunkel ist, desto höher die Chancen für die Lichter (Im Januar scheint die Sonne in Island durchschnittlich nur 4 Stunden am Tag). Selten lassen sich Polarlichter auch schon im August oder bis April sehen.

Welcher Ort ist der beste Ort für die Beobachtung von Polarlichtern in Island?

Akureyri im Norden Islands bietet ideale Bedingungen für die Beobachtung von Polarlichtern, da die Stadt fernab von Lichtverschmutzung liegt und nahe der dunklen Asbyrgi-Schlucht liegt. Während Reykjavik aufgrund künstlicher Lichter weniger geeignet ist, punkten Húsavík und Ísafjörður mit klarem Himmel und absoluter Dunkelheit für Outdoor-Abenteuer. Auch Selfoss bietet einen guten Kompromiss aus Stadtnähe und optimaler Sicht. Moderne Smartphone-Kameras helfen zudem, bereits schwache Aurora-Aktivitäten einzufangen.

Zu welcher Jahreszeit sind die Nordlichter in Island am besten sichtbar?

Die beste Zeit liegt zwischen November und Februar. Insgesamt bietet September bis März mit langen, dunklen Nächten gute Chancen. Für optimale Sicht sollten Sie mindestens fünf Nächte einplanen. Geführte Touren erhöhen die Erfolgschancen durch flexible Standortwahl bei wechselndem Wetter.

Aurora Borrealis Tracker, Webcam und Radar: Wo findet man die besten Vorhersagen für Nordlichter?

Apps wie My Aurora Forecast, Yr.no, Ventusky und Northern Eye Aurora bieten verlässliche Echtzeitdaten zu Polarlichtern. Sie zeigen Kp-Index, Wolkenbedeckung und Sichtchancen und sind essenziell für eine erfolgreiche Planung.

©Falguni Vyas

Unser Autor bei Evaneos
Letsy
Growth Marketing Manager

Als Growth Marketing Managerin für Nordeuropa bei Evaneos ist es meine Aufgabe, Reisenden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden zu zeigen, dass es nicht nur möglich ist, eine einzigartige, massgeschneiderte Reise mit einem lokalen Experten zu planen – sondern dass Evaneos dafür die beste Wahl ist.

Mit Strategien, die Sichtbarkeit schaffen und bewusste, neugierige Reisende mit den passenden lokalen Agenturen verbinden – sodass die Reise weit vor der ersten Nachricht beginnt. Sie beginnt mit einem Funken Inspiration und dem Versprechen einer bedeutungsvolleren Art zu reisen.

Geboren in Wien und aufgewachsen in einem bikulturellen indischen Haushalt, hatte ich schon immer eine grosse Neugier für die Welt und ihre Kulturen. Diese Neugier hat mich dazu gebracht, in mehreren Ländern zu leben, in das lokale Leben einzutauchen und neue Perspektiven zu gewinnen. Heute spreche ich vier Sprachen fliessend – ein Ausdruck meiner Leidenschaft, sich über Grenzen hinweg zu verbinden.

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