Im Dezember 2024 haben wir ( 2 befreundete Paare )über Evaneos eine Mietwagenreise entlang der Carretera Austral und Ruta 40 von Puerto Montt bis Ushaia gebucht. Von Anfang bis Ende war alles perfekt organisiert.
Diana, unsere Ansprechpartnerin von der lokalen Agentur war jederzeit ansprechbar und hat meine e-mails immer sehr schnell, präzise und ausführlich beantwortet. Mit Hilfe ihrer Expertise konnten wir die Reise gut planen. Sie hat alle unsere Wünsche berücksichtigt und uns hervorragend berraten. Außerdem war sie sehr hilfsbereit als mein Mann wichtige Medikamente in einem Hotel vergessen hatte und es für uns unmöglich war zurückzureisen, da wir es erst abends bemerkten. Diana hat veranlasst , dass uns die Medikamente nachgeschickt wurden, was nicht ganz einfach war, aber unsere Reise dadurch sehr entspannt hat.
Patagonien hat uns alle überaus beindruckt; die wilde Landschaft, die Abgeschiedenheit der wenigen meist sehr kleinen Ortschaften, die Menschen. Hinter jeder Kurve ein Wow Effekt.
Wir hatten gute 3 Wochen Zeit für diese Reise und das hat es auch gebraucht um alles ohne Eile genießen zu können und Zeit für die ein oder andere Wanderung zu haben.
Im Dezember braucht man auf jeden Fall noch überwiegend warme Kleidung; wir hatten nicht genügend dabei und mussten uns noch unterwegs dazu kaufen. Die mitgebrachten Shorts und T-Shirts blieben meist im Koffer.
Im Queulat Nationalpark ist zu beachten das dort ab 14:00 uhr kein Einlass mehr ist und Montags ganz geschlossen ist. Wir hatten es gerade so geschafft, wußten aber nicht das der Aussichtspunkt zum 'Hanging Glacier' ab 16:00 uhr geschlossen wird. So hatten wir uns Zeit gelassen und sind nicht sofort losgewandert. Man muß gute 1,5 Std für die Wanderung einplanen ( es geht relativ steil stetig bergauf ). Ca. 5 Min vor unserem Ziel kam uns ein Park Ranger entgegen und sagte, die Aussichtsplattform wäre nun geschlossen. Nach langem Debattieren, das uns darüber am Eingang niemand aufgeklärt hätte , ließ er uns ausnahmsweise doch noch die letzten Meter hinaufsteigen. Es war ein kurzes Verweilen, ein schneller Blick auf den Gletscher und dann schnellstens wieder hinunter. Das war in der Hektik kein Vergnügen obwohl der Gletscher natürlich sehr sehenswert ist. Man kann ihn auch per Boot Trip für eine extra Gebühr von unten besichtigen.
Was uns besonders gefallen hat ist schwer zu sagen; die Fahrt entlang des Baker River nach Cochran ( stand eigentlich nicht auf unserem Reiseplan ) , die Fährüberfahrt von Hornopiren zum Pumalin Nationalpark; die Übernachtung in der **** Lodge in der patagonischen Steppe und die Wanderung dort. El Chalten, ein nettes Städtchen mit vielen Restaurants und Pubs ( von allem auf unserer Route am meisten touristisch ) und die Wanderungen von dort; der Blick auf Mount Fitzroy, wirklich toll. Natürlich Torres del Paine; ein absolutes 'Muss' wenn man Patagonien bereist. Man sollte unbedingt im Nationalpark übernachten; mindestens 2 Nächte, auch wenn es teurer wird als wenn man in Puerto Natales übernachtet und von dort eine Tagestour in den Park unternimmt. Man fährt doch recht lange und viel auf Schotter, was Zeit kostet.
Letztendlich fanden wir Ushaia sehr nett. Leider mussten wir unseren Mietwagen in Punta Arenas abgeben und mit dem Bus, einzige Möglichkeit wenn man keine 4 tägige sehr teure Kreuzfahrt machen möchte um von Punta Arenas nach Ushaia zu reisen. Der Bus von Punta Arenas ist sehr komfortabel, leider ging es aber nach der Grenze auf der argentinischen Seite in Kleinbussen weiter, wo wir sehr zusammengepfercht und bei lauter Musik aus dem Autoradio die restlichen 3,5 Std nach Ushaia verbrachten. Ob das immer so ist oder ob nur an diesem Tag kein großer Reisebus auf der argentinischen Seite zur Verfügung stand wissen wir nicht; wie auch immer was wäre Reisen wenn nicht manchmal etwas nicht ganz so glatt läuft.
Ein letzter Tipp: Bei Übernahme des Mietwagens gut alle nötigen Dokumente überprüfen, speziell wenn man die Grenze überqueren muss. Das haben wir versäumt und uns darauf verlassen, das der freundliche junge Mann von der Mietwagenfirma schon alles richtig eingepackt hat. An der Grenze dann die böse Überraschung; es fehlte die Versicherung für Argentinien. Dies kostete uns gute 2 Stunden, hätte aber schlimmer kommen können. Bei der Notfallnummer der Mietwagenfirma meldete sich niemand, glücklicherweise aber eine Mitarbeiterin bei der lokalen Agentur, die dann mit der Mietwagenfirma veranlasste , das die Versicherung direkt per Fax zum Grenzposten geschickt wurde. Vielen Dank. Da hatten wir Glück im Unglück.
Alles in allem: eine tolle Reise mit vielen wunderbaren Erlebnissen. Wir würden jederzeit wieder eine Reise mit Evaneos planen.