Sobald Sie eine Eishöhle in Island betreten, tauchen Sie ein in eine magische Welt, die von Kälte und Stille geformt wird. Das blaue Licht reflektiert an den eisigen Wänden, während Sie Ihr eigenes Echo hören. Hinter dem scheinbar starren Eis verbergen sich lebendige, sich ständig wandelnde Orte, geformt von den Elementen.
In diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um die Eishöhlen sicher zu besuchen: Welche Jahreszeit ist geeignet für eine Reise? Wo liegen die spektakulärsten Höhlen? Planen Sie jetzt mit einer Evaneos-Agentur vor Ort und machen Sie Ihre Island Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Auf einen Blick: Eishöhlen in Island
- Eishöhlen sind natürliche Hohlräume, die vom Schmelzwasser geformt werden und sich im Laufe der Zeit zu durchscheinenden Gletschertunneln entwickeln.
- Eis gehört zum Landschaftsbild Islands - etwa 12 Prozent des Landes ist von Gletschereis bedeckt.
- Die beste Zeit, um Eishöhlen zu entdecken, ist von November bis März, dann ist das Eis stabil und zeigt seine intensivsten Blautöne.
- Der Zugang zu den Eishöhlen ist nur mit einem ortskundigen Guide möglich, der Sicherheit garantiert und Ihnen mehr über die Geschichte dieser Naturwunder erzählt.
- Die bekanntesten Orte sind der Vatnajökull mit seinen blauen Höhlen, der Katla mit seinen schwarzen Vulkanwänden oder der ganzjährig zugängliche Eistunnel des Langjökull.
Islands Gletscherhöhlen - Zeugen der Geschichte
Im Winter verwandelt sich Island jedes Mal neu. Das Schmelzwasser dringt in Risse ein und gräbt natürliche Tunnel, die sich allmählich zu beeindruckenden Eishöhlen entwickeln. Diese gefrorenen Hohlräume sind vergänglich. Sie verschieben sich und formen sich Jahr für Jahr durch Wind, Schnee und Regen neu.
Eine Eishöhle zu erkunden heißt, eine zerbrechliche und lebendige Welt zu betreten, in der Reliefs, Wände, Licht und azurblaue Reflexe faszinieren.
Natürlich entstandene Höhlen und von Menschenhand geformte Eistunnel
Islands Eishöhlen können Sie teilweise das ganze Jahr, teilweise nur einige Monate pro Jahr besuchen:
- Natürliche Höhlen: Im Sommer verwandelt sich das Eis in Schmelzwasser. Die Höhlen entstehen, wenn Wasser in die Gletschermassen eindringt und im Herbst gefriert, wodurch blaue Eistunnel geschöpft werden. Diese Höhlen sind in ständiger Bewegung, verschwinden im Sommer und entstehen im folgenden Winter wieder neu. Einige, wie die Lavahöhle von Katla, sind fast ganzjährig zugänglich.
- Künstliche Eistunnel: Von Menschenhand geschaffene Tunnel können ganzjährig besichtigt werden. Diese stabileren Tunnel bieten eine sichere und lehrreiche Erfahrung und sind ideal, um die Entstehungsgeschichte der Gletscher zu verstehen.
4 praktische Tipps für eine gelungene Tour
Vor einer Tour in eine Eishöhle empfiehlt sich eine gute Vorbereitung. Hier haben wir 4 wesentliche Tipps für Sie zusammengestellt:
- Einem ortsansässigen Guide vertrauen: Eishöhlen verändern sich ständig und für die Besichtigung ist Ortskenntnis unverzichtbar. Ein erfahrender Guide kennt die Gefahren, gibt Sicherheitshinweise und kennt die Entstehungsgeschichte.
- Das Wetter im Auge behalten: Starker Wind, Tauwetter oder Niederschläge können den Besuch erschweren. Ideales Wetter sind kalte Tage mit Sonnenschein. Folgen Sie den Empfehlungen des Guides.
- Ausrüstung gegen Kälte: Mehrere warme Kleidungsschichten, wasserdichte Wanderschuhe, dicke Handschuhe und eine Stirnlampe sind Pflicht. Helme und Steigeisen werden meist vor Ort gestellt.
- Kleingruppen: Kleine Reisegruppen ermöglichen einen entspannteren Ablauf, führen zu persönlicheren Gesprächen mit dem Guide und belasten die fragile Eiswelt weniger.
Die 5 schönsten Eishöhlen Islands
- Vatnajökull - die Eishöhle im Ostring des Gletschers
- Der Jökulsárlón und die Eishöhlen im Südosten
- Die Katla-Höhle im Süden der isländischen Hochlande
- Der Eistunnel Langjökull im Westen Islands
- Lofthellir - die Eishöhle im Norden Islands
Où voir les plus belles grottes de glace en Islande ?
1. Vatnajökull – die Eishöhle im Ostring des Gletschers
Im Südosten Islands (im ehemaligen Nationalpark Skaftafell) ist der Vatnajökull mit knapp 8 Prozent Fläche der zweitgrößte Gletscher Europas. Er beherbergt spektakuläre Hohlräume wie die Eishöhle Vatnajökull. Hier erwartet Sie ein intensiv blauer Tunneln mit kristallklaren Wänden, durch die das Licht dringt. An manchen Stellen fallen kleine Wasserfälle von der Decke - eine Erinnerung daran, dass die Höhle sich ständig verändert.
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2. Jökulsárlón und die Eishöhlen im Südosten
Am Fuß des Vatnajökull beeindruckt die Gletscherlagune Jökulsárlón mit ihrem faszinierenden Anblick. Die Eisberge treiben langsam über die tiefsten Gewässer Islands, bevor sie am „Diamond Beach“ Breiðamerkursandur stranden.
Die benachbarten Kristallhöhlen sind im Winter zugänglich: Hier erleben Sie die magische Atmosphäre in den blauen Eistunneln, in denen das Licht mit dem Eis spielt. Wer die Höhlen verlässt, erlebt die besondere Atmosphäre der Lagune mit den in ihr treibenden Eisblöcken. Besuche bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang sind besonders zu empfehlen.
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3. Katla-Höhle im Süden der isländischen Hochlande
Im Süden Islands verbirgt sich die Eishöhle Katla unter dem Gletscher Mýrdalsjökull, in einer der regenreichsten und geheimnisvollsten Regionen. Von Vík aus starten Touren zu diesem einzigartigen Ort, an dem Eis auf vulkanische Asche trifft. Im Inneren herrscht eine fast mondähnliche Atmosphäre, ganz anders als in anderen Eishöhlen. Die grauen und schwarzen Farbtöne stammen von vergangenen Vulkanausbrüchen und Sandstürmen.
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4. Der Eistunnel Langjökull im Westen Islands
Unter dem Langjökull liegt ein von Menschenhand geschaffener beeindruckender Tunnel, der ganzjährig besucht werden kann. Hier sehen Sie die verschiedenen Eisschichten, bewundern die durchscheinenden Blautöne und lauschen dem Knacken des sich ständig bewegenden Gletschers.
Der fast 500 Meter lange Langjökull-Tunnel ist der größte künstliche Eistunnel der Welt. Vor dem Einstieg fahren Sie mit einem Allradbus über die verschneiten Weiten des Langjökull. Bereits diese Fahrt ist ein Erlebnis. Von einem lokalen Guide erfahren Sie, wie sich die Gletscher entwickeln und was der Klimawandel für diese Eisriesen bedeutet.
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5. Lofthellir – die Eishöhle im Norden Islands
Bei Mývatn im Norden Islands liegt die Höhle Lofthellir: In einem alten Lavahöhlentunnel finden sich erstaunliche Eisformationen, die seit Jahrhunderten gefroren sind. Dank der konstanten Kälte in der Höhle (eine echte „Lavatunnel-Eishöhle“) bleiben diese Eiskunstwerke ganzjährig erhalten.
Von Mai bis März ist Lofthellir zugänglich. Vor dem Besuch erfolgt eine abenteuerliche Fahrt über vulkanisches Gelände. Drinnen sorgt der Kontrast zwischen dunklem Lavagestein, Stalaktiten und transparenten Eisskulpturen für eine geheimnisvolle Stimmung.
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Nachhaltig reisen in Island und das fragile Ökosystem schützen
Islands Eishöhlen zeigen, wie kraftvoll und zugleich zerbrechlich das isländische Ökosystem ist. Reisen Sie mit den folgenden Tipps im Hinterkopf:
- Lokale Guides bevorzugen: Sie sind Experten und Expertinnen der Region, kennen die Bedingungen und Gletscherbildung genau. Ihre Begleitung macht die Reise sicherer, nachhaltiger und lehrreicher.
- In der Nebensaison reisen: Von November bis Dezember oder im Februar sind die Besucherzahlen geringer. So erkundet man die Höhlen ruhiger und fördert verantwortungsvollen Tourismus.
- Unnötige Fahrten vermeiden: Mit einer lokalen Agentur plant man sinnvolle Routen und verbringt längere Zeit an einem Ort. Bevorzugen Sie die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder geteilte Fahrten in kleinen Gruppen.
- Abstand halten: Eis, Wände und natürliche Formationen sind äußerst empfindlich. Betrachten Sie die Eiswände aus sicherer Entfernung und berühren Sie diese nicht, um diese natürlichen Besonderheiten zu bewahren.
Wer eine Eishöhle in Island besucht, betritt eine sich ständig wandelnde Welt. Unter der Oberfläche mischt sich das blaue Licht mit der Stille. Bei jeder Tour treffen Zeit, Naturgewalten und die unbändigen Kraft der Natur aufeinander.
Eine Reise nach Island verspricht Entschleunigung - hören Sie das Knacken des Eises und lernen Sie die Gletscher kennen. Stellen Sie Ihre maßgeschneiderte Reise durch Island mit dem Expertenwissen einer lokalen Agentur zusammen.
Eishöhlen in Island: Häufige Fragen
Kann man Eishöhlen in Island ohne geführte Tour besuchen?
Grundsätzlich ist ein eigenständiger Besuch der meisten isländischen Eishöhlen nicht ratsam. Die Strukturen sind extrem instabil und können ohne Vorwarnung einstürzen. Professionelle Guides bewerten täglich die Sicherheitslage und kennen die aktuellen Bedingungen der Höhlen.
Lediglich der Langjökull-Gletscher mit seinem künstlichen Eistunnel bietet eine sichere Alternative für Individualbesucher.
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Lohnt sich der Besuch einer Eishöhle in Island?
Unbedingt. Eine Eishöhle zu betreten ist ein besonderes Erlebnis, das durch Wetter, Licht und Tageszeit immer wieder neu beeindruckt. Da jede Höhle vergänglich ist und sich jährlich durch Wind und Wasser wandelt, wird jede Tour zum einmaligen Abenteuer.
Welche ist die beste und schönste Eishöhle in Island?
Die Blaue Höhle im Vatnajökull gilt oft als die beeindruckendste. Unter der Oberfläche des größten europäischen Gletschers leuchten die durchscheinenden Wände in einem tiefen elektrischen Blau, das sich je nach Licht verändert. Weiter südlich beeindruckt Katla mit seiner Vulkanlandschaft: Ein roher Mix aus Eis und schwarzer Asche.
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Ganzjähriger Besuch: Kann man Eishöhlen in Island auch im Sommer besuchen?
Im Sommer schließen die meisten Eishöhlen aufgrund der Eisschmelze, doch manche bleiben zugänglich - etwa die Katla-Höhle oder der Langjökull-Eistunnel, um die Magie auch außerhalb des Winters erlebbar zu machen.




























































