Vorneweg: Verena von der lokalen Reiseagentur in Japan hat unsere Reise in kürzester Zeit und gemäß unserer groben Vorgaben sehr gut vorbereitet. Die Route mit Ankunft und Abflug in Tokio (drei und zwei Nächte respektive), Kanazawa (zwei Nächte), Kyoto (fünf Nächte) und einer guten Woche auf Kyushu war sehr ausgewogen. Unterwegs gab sie uns hilfreiche Tipps und reagierte prompt und professionell auf Kritik. Wenn man sich die Arbeit einer eigenen Planung und Vorbereitung sparen möchte, ist man bei ihr in guten Händen.
Einen „Punktabzug” gibt es wegen der Informationspolitik von Evaneos (z. B. Anonymisierung von Hotelnamen in Kommentaren) und der Intransparenz in der Preisgestaltung, die die Auswahl der optimalen Unterkünfte erschwert. Wir haben nichts dagegen, für guten Service zu bezahlen, aber da nur ein Komplettpreis pro Person genannt wird, bleibt unklar, wie hoch dieser Serviceanteil ist.
Besonders toll fanden wir den Aufenthalt in Kurokawa Onsen, die ruhigeren Schreine in Uji bei Kyoto, Kanazawa, Nikko, die Aussicht aus dem 34. Stockwerk des Hotels in Tokio, das Digital Museum in Tokio und die Fukuoka Yatai Food Tour. Das Autofahren auf Kyushu war unkompliziert (und dort auch erforderlich).
Weniger gut war die „Die faszinierende Maiko-Show“ im Gion Corner in Kyoto, die mit 35 Minuten Dauer ein ziemlicher Touristennepp ist. Das Hotel in Aso ist ein einfaches „landestypisches“ Hotel mit Halbpension „all-you-can-eat“ und „all-you-can-drink“ mit entsprechend schlechter Qualität. Die Zimmer haben zwar eine (sehr alte) Toilette und ein Waschbecken, aber keine Dusche. Man muss die öffentlichen Bäder besuchen.
Yufuin ist eine reine Souvenir-Einkaufsstraße, die ansonsten gar keinen Reiz hat (der kleine See ist vielleicht mit mehr Vegetation nett, aber nicht einen Stopp wert).
Shirakawa-go ist überbewertet: Die 1,5-stündige Fahrt aus Kanazawa ist zwar nett, aber die Strohhäuser sind eben nur Strohhäuser.
Was wir heute nicht mehr so machen würden:
Den Kansai Area Pass in Kyoto nehmen. Es zahlt sich nicht aus, denn durch die Vielzahl an Transportunternehmen schränkt der Pass ein. Mit der IC-Karte kann man einfach überall und mit jedem Transportmittel problemlos fahren. Kaiseki-Essen in Kyoto: Überteuert für die angebotene Qualität! Die Kreuz- und Querkreuzung in Tokio ist einfach ein Gewusel und sieht im Film netter aus, als sie ist. Japan im März besuchen: Auch im Südwesten (Kyushu) war es noch zu kalt. Ende März/Anfang April ist vermutlich die bessere Reisezeit, wenn auch dann in den Hotspots wie Kyoto wahrscheinlich sehr viel los sein dürfte.